Hypnose Praxis Jürgen Rank
 

Alpträume

Dass jeder Mensch – vor allem in belastenden Lebenssituationen – gelegentlich schlecht schläft, ist völlig normal. Doch gibt es einen massiven Unterschied zwischen schlechten Träumen und sogenannten Alpträumen: Zwar ist ein schlechter Traum ebenso wie ein Alptraum mit negativen Emotionen behaftet, bei einem Alptraum handelt es sich jedoch um einen Traum, der einen derartig starken Affekt aufweist, dass der Träumende aufwacht.

Für Betroffene, die häufig unter Alpträumen leiden können diese sogar zu einer erheblichen psychischen Belastung werden und den Alltag erheblich beeinträchtigen. Kinder und Erwachsene sind von dieser Problematik gleichermaßen betroffen, bei etwa fünf Prozent der Kinder und Erwachsenen treten Alpträume häufig, also öfter als einmal pro Woche, auf. Folgende Alptraumthemen lassen sich bei den Betroffenen oft feststellen:

- Verfolgung

- eigener Tod, Verletzungen

- Tod oder Verletzungen anderer

- ein Fall ins Bodenlose

Wann treten Alpträume auf?

Der weitaus größte Teil der Alpträume tritt in der sogenannten REM-Phase auf, für die beispielsweise schnelle Augenbewegungen bei geschlossenen Lidern charakteristisch ist. Ein Alptraum, der überwiegend in der zweiten Hälfte der Nacht auftritt, kann von wenigen Minuten bis hin zu einer halben Stunde dauern und endet mit dem Aufschrecken. Der Betroffene ist sich allerdings rasch dessen bewusst, dass er wach ist und kann sich deshalb rasch zeitlich und räumlich orientieren.

Ausgelöst werden können Alpträume von vielerlei Ursachen. Unter anderem gehören unverarbeitete Dinge des vorherigen Tages, traumatisierende und traumatische Ereignisse, psychische Probleme und Stress zu den verantwortlichen Auslösern. Aber auch physische Komponenten können Alpträume verursachen, beispielsweise Nebenwirkungen bestimmter Medikamente.

In der schulmedizinischen Psychotherapie haben sich mehrere Behandlungsmöglichkeiten von Alpträumen etabliert. Eine Methode ist das sogenannte luzide Träumen, wodurch sich der Verlauf des Traumes vom Schlafenden steuern lässt. Dieser muss sich dafür allerdings während des Schlafens jedoch darüber bewusst sein, dass er gerade träumt, weshalb dieses Verfahren für viele Betroffene äußerst schwierig ist. Im Rahmen der Konfrontationstherapie setzt sich der Betroffene tagsüber mit den Emotionen auseinander. Diese Methode gilt als sehr wirksam, stellt für die Klienten allerdings zunächst oft eine große Belastung dar. Bei stets wiederkehrenden Alpträumen wird außerdem gern die imagery rehearsal therapy genutzt, durch welche das „Traumdrehbuch“ dahingehend verändert wird, dass aus einem bedrohlichen Traum ein möglichst langweiliger Traum wird. Als äußerst wirkungsvoll zur Behandlung von Alpträumen hat sich aber auch die Hypnosetherapie nach Milton Erickson erwiesen.