Hypnose Praxis Jürgen Rank
 


Akrophobie: Wenn die Höhe Angst macht


Höhenangst oder Akrophobie – wie diese in der Fachsprache auch genannt wird – bezeichnet die Angst, welche dadurch ausgelöst wird, dass sich die Betroffenen in großer Höhe aufhalten. Allerdings ist es von Fall zu Fall unterschiedlich, wie Menschen, die unter Höhenangst leiden, eine große Höhe definieren: So mancher hat bereits Angstzustände, wenn er über eine Brücke mit einer Höhe von wenigen Metern gehen soll, während andere erst in größeren Höhen unter Angstzuständen leiden. Bei Höhenangst handelt es sich allerdings um ein Problem, das sich mit therapeutischer Unterstützung vergleichsweise einfach lösen.

Wann tritt die Höhenangst auf?

Die Betroffenen leiden oft unter Höhenangst, wenn sie sich auf Türmen, vor Abhängen, auf Hochhäusern, Leitern, Balkonen oder hohen Bergen aufhalten. Nicht selten gibt es einen Zusammenhang zu anderen Angststörungen. Beispielsweise kann die Höhenangst in einem Zusammenhang mit der Flugangst stehen, wobei die beiden Ängste nicht gleichzusetzen sind.

In aller Regel ist das Angstgefühl angesichts der Situation unangemessen, weil objektiv gesehen keine oder nur eine geringe Gefahr für die Betroffenen besteht. Die Angstreaktionen treten ferner in unterschiedlichen Situationen auf. So leiden einige Menschen lediglich dann unter Höhenangst, sofern sie sich im Freien befinden. Stehen sie jedoch beispielsweise hinter einer Glasscheibe, macht ihnen die vor ihnen liegende Tiefe nichts aus. Zur eigentlichen Angstreaktion, die mit körperlichen Reaktionen wie Herzklopfen, Atemnot, Schweißausbrüchen und ähnlichen Symptomen verbunden ist, kommen noch weitere Reaktionen hinzu. Dazu gehört etwa die Vorstellung der Betroffenen, dass sie versehentlich oder bewusst in den Abgrund stürzen könnten.

Wie entsteht Höhenangst?

Eine einfache und schnelle Diagnose ist bei Höhenangst insofern schwierig, als sie aus verschiedenen Ursachen heraus entstehen kann. Sie kann sowohl angeboren als auch angelernt sein. Ersteres ist etwa bei hypersensiblen Menschen der Fall, zweiteres, wenn die Betroffenen beispielsweise in der Kindheit einen unglücklichen Sturz erlebt haben. Höhenangst zeigt sich allerdings schon oft in früher Kindheit.

Wie wird die Höhenangst therapiert?

In der Schulmedizin werden verschiedene Ansätze verfolgt, um Höhenangst zu behandeln. Neben der tiefenpsychologischen Ursachenforschung stehen hier verschiedene Entspannungstechniken, Medikamente oder die sogenannte Wagniserziehung zur Auswahl. Hierbei werden die Betroffenen pädagogisch an Gefahrensituationen herangeführt, wobei sie zugleich lernen sollen, wie sie mit der vermeintlichen Bedrohung verantwortungsbewusst umgehen sollen.

Selbst Schulmediziner verwenden mittlerweile Hypnosetechniken, die ein elementarer Bestandteil in der hypnosystemischen Therapie sind. Bei diesem therapeutischen Ansatz werden mit dem Betroffenen intensive Gespräche geführt, um die vom Klienten als gefahrvoll empfundenen Situationen zu ergründen und entsprechende Abwehrmechanismen zu entwickeln. In der anschließenden Hypnose werden diese Abwehrmechanismen im Unterbewusstsein verankert, sodass die Klienten letztlich angstfrei durchs Leben gehen können.