Hypnose Praxis Jürgen Rank
 

Innere Unruhe: wenn der Alltag zur seelischen Qual wird

Wer sich ständig selbst unter Druck setzt oder von außen unter Druck gesetzt fühlt, kennt das Problem nur allzu gut: Irgendwann sind die Akkus einfach leer, die Gedanken kreisen immer wieder um das selbe Problem. Mit der Folge, dass Nervosität und eine leichte Reizbarkeit zum Dauerzustand werden. Das wiederum wirkt sich natürlich auch negativ auf das Zusammenleben mit der Familie und Freunden aus, was für die Betroffenen zusätzlichen Stress bedeutet und ihr Problem nur noch zusätzlich verstärkt. Das kann so weit gehen, dass sie sich wie Gefangene in einem unüberschaubaren Vielfrontenkrieg fühlen, in dem sie allein gegen den Rest der Welt stehen. Die Folge: Die Betroffenen steigern sich unweigerlich weiter in diesen Zustand hinein und selbst langjährige Freundschaften oder Beziehungen können zu Bruch gehen, was die Problemlage der Betroffenen natürlich nicht zum Besseren wendet.

Zu den typischen Symptomen, die im Lauf der Zeit auftreten können, zählen nach einer gewissen Zeit in diesem emotionalen Zustand auch körperliche Symptome wie:

- Herzrasen

- Schweißausbrüche

- Muskelzucken

- zitternde Hände

Daneben kommt es zu Konzentrationsschwächen und Angstzuständen, die nach der schulmedizinischen Vorgehensweise oft zu Fehldiagnosen führen. Der Grund: Die Betroffenen können ihren Zustand oft nicht erkennen oder definieren und versuchen, diesen Zustand mittels Alkohol, Beruhigungsmitteln oder Drogen zu betäuben, was jedoch das Gefühl der inneren Unruhe sogar noch verstärken kann.

Welche Ursachen hat der Zustand der inneren Unruhe?

Stressige Phasen im Familien- und Berufsleben, die zu einem Zustand der inneren Unruhe führen können, kennt wohl jeder. In diesem Fall können regelmäßige Auszeiten und verschiedene Entspannungstechniken dabei helfen, die Stressphasen zu überwinden. Sehr oft stecken jedoch psychische Gründe hinter der inneren Unruhe. Bei vielen Betroffenen tritt die Nervosität beispielsweise nur in bestimmten Situationen auf, in welchen sie neben einer extremen Anspannung auch Stress und Angst empfinden. Ein klassisches Beispiel: Viele Menschen verspüren die innere Unruhe vor Vorstellungsgesprächen, Prüfungen oder sonstigen schwierigen Situationen. Hier ist es jedoch völlig normal, eine gewisse Nervosität zu empfinden – so lange diese nicht das ganze Denken beherrscht.

Innere Unruhe kann aber auch als Folgeerscheinung auftreten, wenn Menschen zu wenig Schlaf bekommen oder zu viel Koffein konsumieren. Des weiteren ist die innere Unruhe häufig eine Begleiterscheinung von psychischen Problemen wie Depressionen, Zwangs- oder Angststörungen. Des weiteren kommen verschiedene körperliche Ursachen in Frage, beispielsweise eine Diabetes mellitus Typ 1, Bluthochdruck oder eine Überfunktion der Schilddrüse.

Wie wird der Zustand innerer Unruhe diagnostiziert?

Leidet ein Betroffener über einen längeren Zeitraum oder ohne dass ein bestimmter Grund dafür ersichtlich ist, unter innerer Unruhe, macht zunächst eine Untersuchung bei einem Allgemeinmediziner Sinn. Dieser stellt zunächst einige Fragen, um das Problem näher einzugrenzen und führt anschließend eine körperliche Untersuchung durch. Dazu gehört in aller Regel auch eine Blutuntersuchung, durch die der Blutzuckerspiegel sowie die Schilddrüsenhormone untersucht werden. Gegebenenfalls werden weitere Untersuchungen angeordnet, um körperliche Ursachen auszuschließen. Dies ist dank standardisierter Verfahren und eindeutiger Ergebnisse relativ einfach.

Etwas schwieriger ist die Diagnose von psychischen Ursachen. Der Grund liegt, darin, dass die möglichen Ursachen wie Angststörungen und Depressionen oft ineinander greifen und sich gegenseitig verstärken. Auch können Depressionen als Begleiterscheinung von Angststörungen auftreten. Je besser die Ursache für innere Unruhe eingegrenzt werden kann, umso einfacher ist also die Behandlung.

Wie kann die Hypnosystemik bei innerer Unruhe helfen?

In intensiven Gesprächen spricht der Therapeut mit seinem Klienten die Situationen durch, in welchen die innere Unruhe auftritt und versucht dabei auch, mögliche Auslöser, die sich in der Vergangenheit im Unterbewusstsein des Patienten verankert haben, zu ergründen. Schon während des Gespräches kann der Therapeut dem Klienten wichtige Hilfestellungen geben, wie er künftig mit den auslösenden Situationen besser umgehen kann. Das geschieht beispielsweise im Rahmen von sogenannten Achtsamkeitsübungen. Dabei lernt der Klient, seine Aufmerksamkeit bewusst auf andere Dinge zu lenken statt sich in die anstehende Situation hinein zu steigern. Allein das kann bereits zu einem anderen Umgang mit der Situation führen, wenn der Klient diese und die beginnende innere Unruhe rechtzeitig erkennt.

In der anschließenden Hypnoseeinheit werden weitere Hilfsmittel im Unterbewusstsein verankert. Diese können verhindern, dass sich der Klient selbst in den Zustand der inneren Unruhe hinein steigert, wenn er nicht bewusst erkennt, dass er gerade in diese Gefahr läuft.