Hypnose Praxis Jürgen Rank
 


Migräne

Fakten

Migräne gilt heute allgemein als Reizverarbeitungsstörung des Nervensystems.

Man geht davon aus, dass den Betroffenen erlernte Wahrnehmungsfilter fehlen, die normalerweise unser Nervensystem vor den Folgen einer übermäßigen Reizüberflutung schützen. In Folge dessen nehmen sie sehr viel mehr Außenreize auf als andere Menschen und müssen diese dann auch verarbeiten. Dadurch werden zentralnervöse Kapazitäten wiederkehrend so stark überlastet, dass es zu einem „Systemzusammenbruch“ kommt - der Migräne-Attacke.

Die Attacke ist gekennzeichnet durch einen anfallsartigen und pulsierenden Kopfschmerz. Häufig sind Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit Begleiterscheinungen.

Bei 10—15% der Patienten geht einem Migräne-Anfall eine sogenannte „Aura“ voraus. Mit dem Wort Aura bezeichnet man Symptome wie Sehstörungen oder sensible Wahrnehmungsstörungen, die typischerweise für die Dauer von 30 – 60 Minuten dem eigentlichen Migräne-Kopfschmerz vorausgehen und sich danach wieder vollständig zurückbilden.

Bei der sogenannten Entspannungsmigräne wartet das Nervensystem ab, bis eine Entspannungsbereitschaft eintritt – Wochenende, Urlaub oder Schlaf. Erst dann bricht die Attacke aus.

Typische Faktoren

Stress 

Stress ist der wohl häufigste Auslöser einer Migräne-Attacke. Dies kann beruflicher oder auch privater Stress sein. Typisch ist auch das Auftreten der Attacke in der Erholungsphase.

Menstruation

Hormonschwankungen während des weiblichen Zyklus scheinen bei vielen Frauen Auslöser für Migräne-Attacken zu sein.

Schlafmangel oder -überfluss

Ein Migräne-Anfall kann auch durch zu langen oder zu kurzen Schlaf ausgelöst werden. Auch durch eine Veränderung im Schlafrhythmus (z.B. durch Schichtarbeit, Zeitverschiebung bei Flugreisen) kann es zu Attacken kommen.

Alkohol und Nahrungsmittel

Übermäßiger Alkoholgenuss, vor allem Rotwein, kann Migräne-Anfälle auslösen.


Ca. 10% der Betroffenen erzählen, dass Attacken durch bestimmte Nahrungsmittel ausgelöst werden. Dazu gehören u.a. verschiedene Käsesorten, Schokolade und Zitrusfrüchte.

Erbliche Veranlagung

Zwillingsstudien haben belegt, dass es auch eine erbliche Komponente der Migräne gibt.

Nikotin

Es spielt dabei keine Rolle, ob aktiv oder passiv geraucht wird.

Belastende Lebensumstände

Auch belastende Lebensumstände wie Sorgen, Kummer oder Ängste können Faktoren sein, die mitverantwortlich sind, eine Migräne-Attacke auszulösen. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese belastenden Umstände bewusst oder nur unbewusst auftreten. Starke körperliche Belastung Wetterumschwung

Migräne-Persönlichkeit

Migräne-Patienten sind auch oft Persönlichkeiten deren Aufmerksamkeit verstärkt auf die konkrete Außenwelt mit all ihren Anforderungen und Aufgaben gerichtet ist. Diese können sie meist bestens bewältigen, auch wenn diese Bewältigung oft zwanghaft und angespannt durchgeführt wird. Dabei bemerken die Betroffenen aber nicht, welchen Stress sie damit ihrem eigenen Körper zumuten.

Unwillkürliches Geschehenlassen und achtsame Gelassenheit sind bei ihnen meist unzureichend ausgebildet.

Auslösung einer Attacke

Um eine Migräne-Attacke auszulösen, müssen meist mehrere Faktoren zusammen auftreten.

Therapie

Mit Hilfe meiner Hypnose-Therapie können jedoch gezielt einige Auslöser einer Migräne-Attacke abgeschwächt werden und dadurch die Häufigkeit, die Dauer und die Stärke der Attacken erheblich vermindert oder ganz aufgelöst werden.

Die Hauptziele meiner Therapie richten sich auf drei Säulen:

Auflösung belastender Umstände (diese können auch in der Kindheit liegen)

Verminderung von Stress

Verinnerlichung von Gelassenheit und Ruhe

 

Die Dauer der Hypno-Systemischen Beratung beträgt in der Regel 3-5 Sitzungen.

Zwischen den einzelnen Hypnose-Sitzungen sind vom Klienten Hausaufgaben zu leisten. Dazu gehört zum einen das Führen eines Migräne-Tagebuches und zum anderen das regelmäßige Durchführen einer vorgegebenen Entspannungsübung. Diese Hausaufgaben sind ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Dadurch soll der Klient auch seine Eigenverantwortung erkennen.