Hypnose Praxis Jürgen Rank
 

Die paranoide Persönlichkeitsstörung: wenn das Misstrauen krankhaft wird


Charakteristisch für eine paranoide Personölichkeitsstörung ist die Tatsache, dass die Betroffenen besonders empfindlich gegenüber Zurückweisungen sowie übertrieben misstrauisch sind. Des weiteren tragen sie Kränkungen lange und heftig nach. Sie verstehen außerdem die Äußerungen und Handlungen anderer Menschen falsch und deuten diese als erniedrigend, bedrohend, verächtlich oder sogar feindselig. Leben die Betroffenen in einer festen Beziehung, kann es hier zu einem sogenannten Eifersuchtswahn kommen, weil sie die sexuelle Treue ihres Partners anzweifeln und sich in die Eifersucht hinein steigern. Sehr oft sind Menschen mit einer paranoiden Persönlichkeitsstörung übertrieben selbstbezogen oder haben ein überhöhtes Selbstwertgefühl was aber nicht zu verwechseln ist mit (Selbstgefühl). In der Regel ist das Selbstgefühl sehr minder und verkümmert ausgeprägt. 


Die Symptome einer paranoiden Persönlichkeitsstörung


Das wichtigste Symptom einer paranoiden Persönlichkeitsstörung ist ein übersteigertes Misstrauen. Des weiteren sind die Betroffenen äußerst empfindlich und neigen zu einem rechthaberischen und streitsüchtigen Verhalten.

Zwar beschreibt ihr Umfeld Menschen mit einer paranoiden Persönlichkeitsstörung oft als scharfsinnige Beobachter. Weil sie jedoch oft andere anklagen, führen sie genau das herbei, was sie eigentlich vermeiden möchten: Sie werden oft ausgegrenzt.

Weil sie anderen gegenüber nur wenig Vertrauen aufbringen können und sehr kompromisslos sind, fällt es Menschen, die unter einer paranoiden Persönlichkeitsstörung leiden, oft schwer, Kontakte zu knüpfen oder intime Beziehungen einzugehen. Denn sie befürchten stets, dass sie hintergangen werden könnten. Eine wichtige Rolle spielt auch, dass andere Informationen, die sie von sich preisgeben, gegen sie verwenden könnten. Diese Vorbehalte bestehen selbst gegenüber Familienangehörigen.

Weil Menschen, die unter einer paranoiden Persönlichkeitsstörung leiden äußerst Ich-bezogen sind und ein überhöhtes Selbstwertgefühl besitzen, neigen sie nicht selten zu Starrsinn und werden von ihrer Umgebung außerdem als „sonderbar“ eingestuft. Diese Faktoren haben zur Folge, dass die Betroffenen meist sozial isoliert leben.


Sonderformen der paranoiden Persönlichkeitsstörung


Bei der paranoiden Persönlichkeitsstörung lassen sich folgende beiden Unterformen feststellen:

- Menschen mit einer fanatischen Persönlichkeit projizieren Gefühle und Reaktionen auf eine Idee, welche sie über alle anderen Ideen stellen.

- Mit dem Begriff querulante Persönlichkeitsstörung wird die Tatsache beschrieben, dass Menschen unangemessen stark auf ihren eigenen vermeintlichen oder tatsächlich vorhandenen Rechten bestehen.


Wie wird eine paranoide Persönlichkeitsstörung therapiert?


Im Vordergrund steht bei der Therapie einer paranoiden Persönlichkeitsstörung die Verbesserung der sozialen Kompetenz des Klienten. Ferner sollen die Betroffenen ihr Umfeld strukturieren und das Erlernte im normalen sozialen Umfeld anwenden können. Deshalb spielt neben der hypnotisch unterstützten Psychotherapie auch die Soziotherapie eine wichtige Rolle. 

Zunächst geht es darum, dass der Therapeut mit dem Klienten eine tragfähige Beziehung aufbaut, jedoch bedeutet das Aufrechterhalten dieser Beziehung auch für den Therapeuten eine Herausforderung. Mit Hypno-Systemeschen Interventionen könne selbst bei dieser Thematik schnell und effizient spürbare Veränderungen in ein tragfähiges Selbstbild angeregt werden. Sofern zur paranoiden Persönlichkeitsstörung eine weitere Begleiterkrankung, beispielsweise Depressionen, hinzu kommen, ist gegebenenfalls eine medikamentöse Unterstützung notwendig. Sehr häufig treten in Zusammenhang mit einer paranoiden Persönlichkeitsstörung auch weitere Persönlichkeitsstörungen wie die Borderline-Störung, eine narzisstische Persönlichkeitsstörung oder eine selbstunsichere Persönlichkeitsstörung auf.