Hypnose Praxis Jürgen Rank
 


Reizdarm: Bauchhypnose als effektive Heilmethode

In Deutschland zählt das sogenannte Reizdarmsyndrom zu den deutschlandweit am weitesten verbreiteten Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes. Zu den typischen Symptomen zählen neben Bauchschmerzen auch Blähungen, Durchfälle und Verstopfungen, welche sich unter Stress noch verschlimmern. Zwar gilt diese Krankheit als ungefährlich, sie stellt jedoch eine erhebliche Belastung für die Betroffenen dar. Bevor die Behandlung beginnen kann, müssen jedoch andere Ursachen ausgeschlossen werden. Sobald eine gesicherte Diagnose steht, lässt sich das Problem mittels einer Bauchhypnose hervorragend behandeln.

Reizdarm – was ist das?

Der medizinische Fachbegriff für Reizdarm lautet Colon irritabile, ist allerdings etwas irreführend, weil die Beschwerden im gesamten Magen-Darm-Trakt und nicht nur im Dickdarm auftreten können. Unter einem Reizdarm leiden etwa 50 Prozent aller Patienten mit Darmbeschwerden, wobei dieses Problem bei Frauen etwa doppelt so oft auftritt wie bei Männern. In aller Regel tritt das Reizdarm-Problem in einem Alter von 20 bis 30 Jahren auf und plagt die Betroffenen oft Monate oder Jahre hinweg.

Der im Magen vorverdaute Nahrungsbrei passiert den Darm bei einem Reizdarm entweder zu langsam oder zu schnell. Bei einer zu schnellen Passagezeit kommt es zu Durchfällen, bei einer zu langsamen zu Verstopfungen. In beiden Fällen bilden sich übermäßig Darmgase, was wiederum zu Bauchschmerzen führt.

Wie lassen sich die Beschwerden in den Griff bekommen?

Einen allgemein gültigen Ansatz für die Behandlung von Reizdarm-Beschwerden gibt es in der Schulmedizin nicht. Stattdessen wird versucht, diese mit individuellen Maßnahmen zu lindern, denn Medikamente können nur eine zeitweilige und kurzfristige Linderung verschaffen. Anderen Patienten wiederum hilft es, auf bestimmte Lebensmittel komplett zu verzichten. Weil Stress die Beschwerden maßgeblich verschlimmern kann, können im Einzelfall auch verschiedene Entspannungsverfahren Sinn machen.

Wodurch entsteht ein Reizdarm?

Welche Ursachen hinter einem Reizdarm stecken, ist bislang nicht wissenschaftlich geklärt. Möglicherweise kann ein Reizdarm von bakteriellen Infektionen, einer Störung der allgemeinen Immunfunktion im Verdauungssystem oder einer biologischen Veränderung im Magen-Darm-Trakt verursacht werden. Bei den Betroffenen wurden typische Veränderungen innerhalb des Darms festgestellt, welche aber auch bei anderen Darmerkrankungen vorkommen. Dazu gehören:

- eine erhöhte Immunfunktion der Darmschleimhaut

- eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut

- eine gestörte Darmbeweglichkeit

Vermutlich gibt es verschiedene Risikogruppen, bei welchen das Ausbrechen eines Reizdarm-Syndroms wahrscheinlicher ist. Dabei handelt es sich meist um Patienten, die unter Vorerkrankungen wie Depressionen, einem chronischen Erschöpfungssyndrom, Fibromyalgie, Angststörungen, chronischen Kopfschmerzen oder dem Fatigue-Syndrom leiden.

Diagnostiziert wird der Reizdarm üblicherweise über eine sogenannte Ausschlussdiagnose. Der behandelnde Arzt schließt also zunächst andere Ursachen aus und stellt erst dann einen Reizdarm fest.

Wie kann die Bauchhypnose bei Reizdarm helfen?

Bei der Bauchhypnose handelt es sich um eine Fortentwicklung imaginativer und autosuggestiver Methoden, die zu einer aktiven Entspannung des Körpers beitragen, wenn der Klient unter funktionellen Darmbeschwerden leidet.

Dadurch, dass der Klient nach der Hypnose angenehme und schöne Bilder in seinem Unterbewusstsein verankert hat, die er bei Bedarf abrufen kann, kommen sein Körper und Geist zur Ruhe, wobei zugleich auch das vegetative Nervensystem aktiviert wird. Bei weit mehr als der Hälfte der Betroffenen, die sich einer Bauchhypnose unterziehen, zeigen sich auch langfristige Verbesserungen des Gesundheitszustandes.