Hypnose Praxis Jürgen Rank
 


Spinnenangst (Arachnophobie): weil es einfach fremd ist!?


Die Angst vor Spinnen wird als Arachnophobie bezeichnet. Diese Angst gilt in Europa als äußerst weit verbreitet. Wer unter Spinnenangst leidet, schätzt unter anderem die Wahrscheinlichkeit, von einer Spinne gebissen zu werden, wesentlich höher ein als ein nicht-phobischer Mensch. Oft wird auch das Ausmaß der möglichen Verletzungen deutlich überschätzt. Leidet ein Betroffener lediglich unter einer leichten Form der Spinnenangst, ist ein therapeutischer Eingriff in aller Regel nicht notwendig. Dieser empfiehlt sich allerdings bei schweren Formen der Spinnenangst, weil diese die Lebensqualität der Betroffenen massiv einschränken kann.


Erstaunlich ist, dass diese Form der Angststörung in Europa äußerst weit verbreitet ist, obwohl es hier keine Spinnenarten gibt, die so giftig sind, dass sie dem Menschen gefährlich werden könnten. Eine derartige Angst vor Spinnen ist hingegen bei Naturvölkern – wo es sehr wohl giftige und gefährliche Spinnen gibt – dagegen in aller Regel unbekannt. Wie es bei den meisten Angststörungen der Fall ist, äußert sich auch eine Spinnenangst durch übersteigerte und heftige Reaktionen beim Anblick oder auch nur dem Gedanken an eine Spinnen.


Welche Ursachen hat die Spinnenangst?


Wie eine starke Spinnenangst entsteht, ist nach schulmedizinischem Wissen noch nicht restlos geklärt. Allerdings können verschiedene Ursachen hinter der Angst vor Spinnen stecken. Viele Fachleute gehen davon aus, dass die Angst vor Spinnen auf negative Erlebnisse in der frühen Kindheit zurückgeht, oder dass diese Angst von den Eltern oder wichtige Bezugspersonen an die Kinder weitergegeben wurde.


Einer anderen Theorie zufolge basiert die Angst vor Spinnen auf einer natürlichen Furcht vor Lebensformen, welche dem Menschen am unähnlichsten sind. So sind Spinnen beispielsweise die einzige Gattung im Tierreich mit acht statt sechs oder vier Beinen.


Denkbar ist aber auch eine Art genetischer Programmierung. Denn manche Spinnen konnten dem Menschen im Lauf der Evolution tatsächlich gefährlich werden.


Welche Symptome treten bei der Spinnenangst auf und wie lässt sich diese diagnostizieren?


Die Angst vor Spinnentieren, zu denen auch Skorpione zählen, äußert sich mit den für eine Angststörung typischen Anzeichen. Dazu gehören Herzrasen, Schwindelgefühle, Schwitzen, Atemnot und Panikattacken.


Anders als viele Angststörungen, die auf frühkindliche Erlebnisse oder elterliche Prägungen zurückgehen, lässt sich die Spinnenangst sehr einfach diagnostizieren. Der Grund: Die Betroffenen können genau definieren, wodurch ihre Angstgefühle ausgelöst werden. Wichtiger als die Diagnose ist es jedoch, festzustellen, wie stark die Angst ausgeprägt ist, um abschätzen zu können, ob eine Therapie erforderlich ist.


Der Grund: Ist die Angst stark ausgeprägt, sind unweigerlich Komplikationen die Folge, durch welche das Sozialleben der Betroffenen erheblich beeinträchtigt werden kann. Wer unter starken Angstgefühlen vor Spinnen leidet, vermeidet es unter Umständen, in Situationen zu geraten, in welchen er mit Spinnen in Berührung kommen könnte, etwa den Gang in den Keller oder einen Spaziergang in der freien Natur. In besonders schlimmen Fällen vermeiden es die Betroffenen sogar nach Möglichkeit, die Wohnung oder das Haus zu verlassen. Derartige Vermeidungsstrategien, die für eine Angststörung typisch sind, müssen frühzeitig angegangen werden. Geschieht das nicht, laufen die Betroffenen Gefahr, ihr soziales Umfeld, möglicherweise sogar den Job, zu verlieren und weitere psychische Probleme zu entwickeln.


Ein wichtiges Element, um die Angst vor Spinnen zu therapieren, ist die sogenannte Konfrontationstheorie wie sie meistens in der Psychotherapie und Verhaltenstherapie eingesetzt wird. Das bedeutet: Der Therapeut spricht mit seinem Klienten über Spinnen und betrachtet gemeinsam mit ihm Fotos oder Videos von Spinnentieren. Gegen Ende der Therapie sollte der Klient in der Lage sein, eine reale Spinne zu betrachten und diese sogar zu berühren. Der Grund: Dadurch stellt sich der Klient seiner Angst, durchlebt diese erneut und kann?!!!! sie dadurch schließlich auch überwinden.

Bei mir ist die Vorgehensweise ganz anders. Gemeinsam suche ich mit meinen Klienten nach den Ursachen der Angstentstehung und bilde mit Hypno-systemischen Interventionen eine neue und nicht angstbehaftete Beziehung gegenüber der Thematik.