Hypnose Praxis Jürgen Rank
 
Milton H. Erickson

Milton H.Erickson 1901-1980

Was ist Hypnose (Trance)

 

Hypnose erlebt jeder Mensch sehr oft am Tag. Man könnte die Hypnose als einen Zustand wie "Tagträumen" zwischen Wachsein und Schlafen bezeichnen. Der Hypnotisierte ist körperlich leicht, mittel bis tief entspannt, während er im Unterbewusstsein äußerst konzentriert und aufmerksam ist. Das Zeitgefühl geht verloren, die äußerlichen Einflüsse (Umwelt) werden unwichtig und man fühlt sich sehr wohl - eine Art Urlaub für Körper und Seele.

Wenn Du Dich schon mal auf ein zukünftiges Ereignis gefreut hast, und im Jetzt, in diesem Moment die Freude gespürt hast, dann hast Du einen hypnotischen Prozess erlebt. Denn das Jetzt hat sich verändert und Du fühlst Dich plötzlich besser. Wenn Du ein Buch liest, voll und ganz in dieses Buch versunken bist, oder gerade beim Lesen meiner Webseite, alles um Dich herum vergisst, dass ist ein hypnotischer Zustand (Trance).

Wenn Du längere Strecken mit dem Auto fährst, und dich fragst wo sind die letzten Kilometer geblieben, dass ist ein hypnotischer Zustand. Wenn Du Dir im Kino oder Fernsehen einen lustigen Film anschaust und plötzlich lachst oder dieser Film ist traurig und Du fängst an zu weinen, dass ist Hypnose! Du hast auf etwas rein Imaginäres mit einer wahrhaftigen echten Reaktion reagiert, obwohl Du rational weist, in diesem Film stirbt nicht wirklich jemand. Das sind hypnotische Zustände, die man alltäglich in unterschiedlichster Form erlebt. 

Es heißt, der Fokus wird im Wesentlichen nach Innen gerichtet, alle störenden Einflüsse treten mehr und mehr in den Hintergrund, man konzentriert sich voll und ganz auf eine Sache.

Milton Erickson und die Hypnose-Therapie

Als Begründer der Modernen Hypnose-Therapie kann Milton Erickson angesehen werden. Milton H. Erickson (1901 – 1980) war ein amerikanischer Mediziner und Psychiater. Erickson prägt die Hypnose bis zum heutigen Tag. Viele seiner Verfahren wurden im Laufe der Zeit weiterentwickelt. In den von Erickson entwickelten Verfahren handelt es sich um eine kommunikative Kooperation zwischen Therapeut und Klient, wobei der Hypnose-Therapeut dem Klienten hilft, in eine hypnotische Trance zu gelangen und diesen Zustand dann für die Änderungsarbeit nutzt. 

In diesem Zustand treten unbewusste Prozesse stärker in den Vordergrund der Aufmerksamkeit. Entgegen landläufiger Vorurteile über Hypnose geht es bei der Hypnose-Therapie keinesfalls darum den Patienten zu manipulieren, sondern ihm sollen Möglichkeiten eröffnet werden, seine tief verborgenen Ressourcen freizulegen und seine latenten Fähigkeiten nutzbar zu machen, und zwar sowohl zur Heilung von Krankheiten und Störungen wie auch zur Veränderung unerwünschter Verhaltensmuster. 

In Deutschland ist die Hypnose-Therapie längst ein anerkanntes Behandlungsverfahren in der Psychotherapie, Medizin und Zahnmedizin. Sowohl Depressionen, Ängste und Zwänge können wirksam mit Hypnose-Therapie behandelt werden, als auch psychosomatische Störungen, Persönlichkeitsstörungen, Psychosen und Neurosen sowie Süchte und Abhängigkeiten.

Auch bei der Schmerzbekämpfung wird die Hypnose-Therapie eingesetzt. Zudem kann Hypnose-Therapie sehr wirksam bei psychosomatischen Beschwerden wie Kopfschmerzen und Migräne angewandt werden. Auch Asthma und Neurodermitis werden erfolgreich mit Hypnose-Therapie behandelt, ebenfalls Angststörungen, Schlafstörungen und verschiedene andere Funktionsstörungen.

Zudem kann die Hypnose-Therapie gut zur Unterstützung von Heilungsprozessen eingesetzt werden. Darüber hinaus können die Selbstheilungskräfte, die jeder Mensch in sich trägt, in Hypnose aktiviert und vielfach verstärkt werden. Selbst meinem Sohn, der jahrelang von immer wiederkehrenden, schlimmen Herpes-Ausbrüchen im Gesichtsbereich geplagt war, konnte ich mittels Hypnose sehr gut helfen.

Diese Liste der therapeutischen Anwendungsmöglichkeiten erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und lässt sich beliebig erweitern. Vielfältigen Einsatz findet die Hypnose auch im Bereich der Gesundheitsprävention wie z.B bei der Raucherentwöhnung und zur Reduktion von Übergewicht. So kann die Hypnose-Therapie also im medizinischen und psychotherapeutischen wie auch im nicht-medizinischen Bereich sowie zur Unterstützung medizinischer Maßnahmen Anwendung finden

 Wissenschaftliche Anerkennung der Hypnose-Therapie

An der Wirksamkeit der Hypnose-Therapie gibt es seitens der Wissenschaft längst keinen Zweifel mehr. In mehr als 170 internationalen Studien und Veröffentlichungen wurde die Wirksamkeit der Hypnose-Therapie beschrieben. Das Deutsche Ärzteblatt titelte bereits in seiner Ausgabe März 2004, Seite 125 "Die Wirksamkeit von Hypnose-Therapie ist in über 200 empirischen Studien nachgewiesen worden". Im Jahr 2006 wurde die Hypnose-Therapie vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie als     wissenschaftliche Psychotherapie-Methode im Sinne des § 11 Psychotherapie-Gesetz anerkannt.

Wissenschaftliche Belege zur Wirksamkeit von Hypnose

Die Wirksamkeit Klinischer Hypnose ist in über 200 empirischen Studien für zahlreiche Krankheitsbilder, Verhaltensstörungen und medizinische Probleme nachgewiesen. Besonders erfolgreich ist der therapeutische Einsatz von Hypnose bei allen Angst- und Belastungsstörungen, Anpassungsstörungen, Ess-Störungen und Suchtverhalten (besonders Nikotinabusus), psychosomatischen Problemen (z.B. Migräne, Schlafstörungen, Allergien, Neurodermitis), somatoformen Störungen (z.B. Reizdarm), somatischen Leiden (z.B. Herpes, Warzen), akutem Schmerz (z.B. Geburt, Operationen, Zahnmedizin) und chronischem Schmerz (z.B. Tumorerkrankungen, Arthritis).


In meiner Praxis wende ich ausschließlich klinische Hypnose nach Milton Ericsson und Hypnoanalyse nach Dr. Norbert Preetz an. Als Hypnose-Therapeut grenze ich mich in aller Form von jeglicher Show-Hypnose ab. Auch jegliche Anwendungsformen im Zusammenhang mit Esoterik Spiritualität (Reinkarnation usw.) finden bei mir keine Anwendung.